Matratzen im Test 2016 – Testsieger im Vergleich

Matratzen Test Testsieger 2016

1. Platz Smood Matratze

Smood Matratze im TestDer Testsieger im Matratzen Test 2016 ist die Marktneuheit Smood. Auf keiner anderen Matratzen lagen wir dermaßen bequem. Wir empfehlen Ihnen sich unseren Matratzen Testsieger einmal genauer anzuschauen.

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2. Platz Allnatura Supra Comfort Naturlatex Matratze

Allnatura Supra Comfort NaturlatexDer Testsieger der Stiftung Warentest 2014 mit 2,2 (Gut). Auch in unserem Matratzen Test waren wir restlos von dieser Latexmatratze begeistert. Allnatura verwendet nur ökologische Materialien und auch die Qualität ist enorm hoch. Wir empfehlen Ihnen sich diese Matratze genauer anzuschauen wenn Sie bereit sind etwas mehr auszugeben.

zum Test der Allnatura Supra Comfort Naturlatex Matratze

3. Platz Badenia Irisette Vitaflex Flextube

Badenia Irisette Vitaflex FlextubeDiese Matratze gehört zu den bekanntesten auf dem Markt, natürlich haben wir Sie auch im Matratzen Test 2016 getestet. Über die Top Qualität und Verarbeitung von Badenia müssen wir nicht reden, aber hier ist vorallem der Bezug enorm „kuschelig“. Die Matratze wurde 2012 bei der Stiftung Warentest Testsieger und ist mit der Höhe von 24cm enorm hoch. In unserem ausführlich Test lesen Sie mehr zu dieser Matratze.

zum Test der Badenia Irisette Vitaflex Flextube Matratze

4. Platz Dunlopillo Multicare

Dunlopillo Multicare im TestEin weiterer Testsieger im Matratzen Test 2016 ist die Dunlopillo Multicare. Wenn Sie eine preiswerte aber hochwertige Matratze suchen ist diese Matratze einen genaueren Blick wert. Die Matratze ist enorm bequem, egal ob im Härtegrad H2 oder H3 und sehr atmungsaktiv. Der Bezug ist abnehmbar und bis 95 Grad waschbar. Lesen Sie mehr in unserem Testbericht zur Dunlopillo Multicare.

zum Test der Dunopillo Multicare Matratze

5. Platz Badenia Irisette Lotus TFK

Badenia Irisette Lotus TFK TestDie beste Taschenfederkernmatratze im Test war die Badenia Irisette Lotus. Die Kernhöhe beträgt zwar „nur“ 16cm aber man liegt trotzdem enorm bequem auf dieser Matratze. Wer einen Federkernmatratze sucht ist in jedem Fall bei diesem Modell richtig. Weitere wichtige Infos erhalten Sie im Testbericht.

zum Test der Badenia Irisette Lotus TFK

Der Matratzen Test 2016 ist vor dem Kauf einer neuen Matratze ein unverzichtbares Mittel, um die Schlafunterlage der kommenden Jahre richtig auszuwählen. Stiftung Warentest & Co. weisen immer wieder darauf hin: Matratzen Testsieger sind keinesfalls teurer als ihre schwächeren Konkurrenten, dafür wesentlich besser. Aufgrund der enormen Bedeutung einer Matratze für unsere Gesundheit sollten Käuferinnen und Käufer auf die besten Modelle aus einem Matratzentest setzen.

Auswirkungen einer guten oder schlechten Matratze

Das Problem ist aus dem Urlaub bekannt: Kaum schläft jemand nur eine Nacht auf der falschen Matratze – zu hart oder zu weich -, so wacht diese Person mit Rückenschmerzen auf und erholt sich nicht so schnell davon. Davon abgesehen bleibt der unangenehme Fakt während der gesamten Ferien meistens bestehen, denn ein Bettentausch dürfte nur in den seltensten Fällen gelingen. Dabei muss die betreffende Schlafunterlage im Matratzen Test 2016 gar nicht schlecht abgeschnitten haben, sie passte nur nicht zum Schläfer oder der Schläferin.

Etwas bessere Hotels wirken dem Problem entgegen, indem sie die sehr hochwertigen Boxspringbetten aufstellen, über die wohl bislang kaum jemand geklagt hat, die freilich aber ihren Preis haben. Wer auf Reisen in diesen Genuss kommt, betrachtet den Aspekt des richtigen Matratzen-Lattenrost-Systems genau umgekehrt, er hätte gern daheim denselben Komfort. Boxspringbetten wirken wirklich luxuriös, auch wenn sie im Matratzentest der Stiftung Warentest gar nicht so besonders gut abschneiden. Hier setzen allerdings die Tester nach ihren eigenen Kriterien die Qualität in Relation zu den sehr hohen Preisen und bewerten daraufhin besonders streng. In Wahrheit haben Boxspringbetten im Matratzen Test 2016 eine bessere Benotung verdient, die sie auf anderen Portalen auch erhalten. Wie dem auch immer sei:

Die Auswahl der richtigen Matratze ist schwer, selbst wenn die Interessenten einen Matratzentest gelesen haben und die Matratzen Testsieger kennen. Immerhin muss jede Person für sich entscheiden, welche Art von Matratze wohl am besten zum eigenen Körper und Schlafverhalten passt. Beides ändert sich überdies im Verlaufe des Lebens. Wichtig ist die Entscheidung deshalb, weil dauerhaft falsches Liegen nicht nur zu einem unruhigen Schlaf und unangenehmen Verspannungen, sondern am Ende sogar zu ernsthaften ergonomischen Problemen führt. Schlimmstenfalls wird ein Bandscheibenvorfall befördert.

Die Art der richtigen Matratze

Die Unterteilung in einzelne Matratzenarten ist gar nicht mehr so leicht, denn die Hauptgruppen unterteilen sich in Untergruppen und mischen sich außerdem untereinander, sodass für die Darstellung eine Grafik am besten geeignet wäre:

  • Federkernmatratzen können mit Tonnentaschenfederkernen, einfachen Taschenfederkernen und Bonnellfedern ausgestattet sein. Wichtig: Es gibt Mischungen mit der Kaltschaummatratze, zwischen die einzelnen Zonen bringen die Hersteller zusätzlichen Kaltschaum ein.
  • Schaumstoffmatratzen können aus ganz einfachem, nicht zoniertem Schaumstoff, aus PUR-Kaltschaum und auch aus sehr hochwertigem Viskoseschaum mit gänzlich anderen Eigenschaften bestehen.
  • Latexmatratzen können aus Synthese- oder Naturlatex bestehen und enthalten vielfach einen Schaumstoffanteil, der wiederum Kaltschaum oder Viskoseschaum sein kann.
  • Boxspringbetten werden von der Stiftung Warentest in ihrem Matratzentest in eine eigene Kategorie aufgenommen, doch es handelt sich in Wahrheit um ein Bettensystem und oft um zwei verschiedene Matratzen: eine Kaltschaum- und eine Federkernmatratze, wobei die Kaltschaummatratze als schmaler Topper ausgelegt sein kann.

Zu diesen Unterschieden kommen weitere Merkmale wie die Zonierung und der Härtegrad. Auch haben Paare regelmäßig zu entscheiden, ob sie eine große oder zwei separate Matratzen für ihr Doppelbett anschaffen. Wenn sich ein Mann und eine Frau körperlich sehr stark unterscheiden, wäre ganz sicher zu zwei verschiedenen Matratzen zu raten. Dennoch gibt es von guten Matratzenherstellern alle Größen, also auch die für Doppelbetten jeder Ausprägung. Die entsprechenden Matratzen schneiden im Matratzen Test gar nicht schlecht ab und können auch schon mal zum Matratzen Testsieger werden.

Federkernmatratzen im Test 2016

Der Unterschied zwischen den einzelnen Bauarten bei den Federkernmatratzen erschließt sich gar nicht so leicht. Es kann sich bei der Feder, welche die innere Struktur einer Federkernmatratze bildet, um die vorn beschriebenen drei Arten und Einbringungsvarianten von Stahlfedern handeln. Eine Bonnellfeder ist eine taillierte Stahlfeder, die als Spirale mit der Nachbarfeder verbunden wird. Es gibt aber auch Endlosfedern und Leichtfedern mit kleinem Durchmesser und offenen Endringen, während die Bonnellfeder prinzipiell geschlossen ist. Dadurch ist sie etwas weniger elastisch, was manchen Schläferinnen und Schläfern aber entgegenkommt, zudem sind Bonnellfederkerne sehr günstig herzustellen. Gewählt werden sie schließlich wegen der klimatischen Eigenschaften und der insgesamt guten Punktelastizität. Wenn nun diese Federn – in welcher der beschriebenen Bauarten auch immer – in Taschen eingenäht werden und die Taschen ihrerseits durch Verklammern oder Verkleben die Matratzenfläche bilden, handelt es sich um eine Taschenfederkernmatratze.

Deren Punktelastizität ist noch höher, sie ist aber nicht so sehr flexibel, dass sie sich besonders gut für einen verstellbaren Lattenrost eignen würde. Die Tonnentaschenfederkernmatratze wiederum gleicht bauartlich der Taschenfederkernmatratze, wird aber mit anderen Federn hergestellt, die eine bauchige Form aufweisen und somit die gewünschte Flexibilität mitbringen. Unter allen Federkernmatratzen schneiden Letztere im Matratzentest am besten ab und werden immer wieder zum Testsieger gekürt, sie sind aber auch am teuersten. Bei dieser Matratzenform entscheiden die Hersteller häufig, sie zusätzlich mit Schaumstoff zwischen Taschenfederkernreihen zu polstern.

Diese Kombi aus Federkern und Schaumstoff bringt das jeweils Beste beider Welten mit und dürfte im erschwinglichen Preissegment unter 500 Euro zu den Top-Matratzen gehören. Zu beachten ist dabei, dass es ganz ausgezeichnete Kaltschaummatratzen, die im Matratzen Test erste und zweite Plätze belegen, schon unter 200 Euro gibt (Größe 90 x 200 cm). Über dem Federkern muss die Federkernmatratze natürlich gepolstert werden. Die Polsterung selbst ist Schaumstoff, sie benötigt einen Polsterträger, der bei sehr günstigen Matratzen nur ein dünnes Vlies ist, während bei den hochwertigen Tonnentaschenfederkernmatratzen eine Filzplatte angewendet wird.

Das schützt die Schaumstoffpolsterung vor einem Durchreiben durch die Metallfedern. Über die Polsterung kommt dann noch ein mehr oder weniger hochwertiger Bezug aus Baumwolle, auch ein Baumwolle-Viskose-Gemisch kann klimatisch sehr angenehm wirken. Die Vorteile von Federkernmatratzen lassen sich wie folgt beschreiben:

  • Sie verfügen über ein ausgesprochen angenehmes Raumklima, wobei sie recht kühl bleiben. Die während des Schlafes eindringende Feuchtigkeit wird unproblematisch an die Luft abgegeben. Schimmelbildung tritt kaum auf.
  • Moderne Federkernmatratzen sind zoniert. Als Standard gelten im Jahr 2016 sieben bis neun Zonen. Dadurch sinkt der Körper ergonomisch günstiger ein.
  • Einfache Bonnellfederkernmatratzen sind schon sehr kostengünstig zu haben, schneiden aber im Matratzentest meist nur durchschnittlich ab.
  • Federkernmatratzen sind sehr robust. Die ursprüngliche Form bleibt über viele Jahre erhalten.
  • Federkerne passen gut auf einfache Lattenroste.
  • Die Punktelastizität ist zumindest bei hochwertigen Tonnentaschenfederkernmatratzen hervorragend.

Nachteile von Federkernmatratzen können sein:

  • In sehr preisgünstiger Bauart (einfache Federkernmatratzen) fällt die Punktelastizität eher suboptimal aus.
  • Federkernmatratzen eignen sich nur bedingt für verstellbare Lattenroste, denn sie passen sich der unebenen Unterlage weniger gut an.
  • Die Liegeeigenschaften vermindern sich bei starken Bewegungen eines Schläfers.
  • Zu billige Federkernmatratzen verschleißen schnell, die Federn drücken dann durch die Polsterung.

Auf den Punkt gebracht ließe sich konstatieren, dass Federkernmatratzen Schläfern mit dem Wunsch nach einem frischen Bettklima und einer relativ straffen Unterlage am meisten entgegenkommen. Wie hoch der Komfort am Ende ausfällt, entscheidet der Preis der Matratze, der von der Bauart abhängt. Wie immer sollten die Interessenten den Matratzentest studieren sich am Matratzen Testsieger orientieren.

Kaltschaummatratzen Testsieger im Test 2016

Nur zur Erinnerung soll noch einmal erwähnt werden, dass es auch einfache Schaumstoffmatratzen gibt, die aus einem unseren Abwaschschwämmen ähnlichen Material bestehen, keine Zonen aufweisen, relativ weich sind und schnell verschleißen. Diese Matratzen sind sehr günstig, sie werden unter anderem für Babys angeboten. An dieser Stelle soll es um Kaltschaummatratzen aus PUR-Kaltschaum gehen, also aufgeschäumtem Polyurethan. Die Verwendung dieses Schaums läutete ab den 2000er Jahren den Siegeszug der Kaltschaummatratzen ein, die mit rund 40 % Marktanteil in Deutschland die meistverkaufte Matratzenvariante darstellen. Das liegt vor allem am recht guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Allerdings beweist der Matratzentest 2016, dass es auch hier große Unterschiede gibt. Eine Kaltschaummatratze ist umso langlebiger und hochwertiger, je höher ihr Raumgewicht ausfällt. Das ist das Gewicht des aufgeschäumten Polyurethans pro Kubikmeter. Sehr gute Matratzen bringen ein RG von 40 – 60 kg/m³ mit, auch 35 kg/m³ gelten noch als relativ gut. Auch die Stauchhärte, die Art der Herstellung sowie eingearbeitete Profile bestimmen die Qualität. Diese Matratzen lassen sich ausgezeichnet zonieren und wirken daher ergonomisch ungemein vorteilhaft, sie bilden kaum Kuhlen und sind relativ gut punktelastisch. Über die Zonierung – fast immer sind es sieben Zonen – wird viel debattiert, aber sie hat unbestrittene Vorteile. Die Zonen sind symmetrisch eingearbeitet, weshalb das Kopf- oder Fußende nicht bestimmt werden muss. Es handelt sich nämlich um vier Zonen, die sich in der Mitte spiegeln (Kopf – Schulter – Becken – Hüfte – Becken – Schulter – Kopf). Kaltschaummatratzen werden sehr oft zum Matratzen Testsieger 2016 gekürt und bringen neben ihren insgesamt günstigen Preisen weitere Vorteile mit:

  • Die Anpassungsfähigkeit an Körperkonturen wie an Lattenroste ist sehr gut.
  • Kaltschaummatratzen sind absolut geräuschfrei.
  • Bessere Modelle weisen eine hervorragende Punktelastizität auf.
  • Bei einer Positionsveränderung der schlafenden Person punkten die Kaltschaummatratzen mit einem sehr guten Federungs- und Rückstellungsverhalten.
  • Milbenbefall tritt bei guter Pflege kaum auf.
  • Für den Transport sind diese Matratzen rollbar.
  • Bei hohem Raumgewicht ist eine Haltbarkeit von mindestens zehn Jahren zu erwarten.
  • Die sehr gute Wärmeisolation lieben frierende Schläferinnen.
  • Da die meisten modernen Kaltschaummatratzen mit einem abnehmbaren und damit waschbaren Bezug geliefert werden, ist die Hygiene gewährleistet.

Natürlich gibt es auch hier Nachteile, die aber vom Matratzen Testsieger im Matratzen Test praktisch nicht zu erwarten sind:

  • Nach dem ersten Auspacken riechen Kaltschaummatratzen, was im Matratzentest stets stark beachtet wird. Beim Matratzen Testsieger verschwindet der Geruch alsbald.
  • Polyurethan benötigt einen schwer entflammbaren Überzug, denn der Kaltschaum entflammt ab 400 °C.
  • Schwitzende Schläfer sollten eher die Federkernmatratze wählen.

Test der Latexmatratzen

Latexmatratzen bestehen aus natürlichem, synthetischem oder gemischtem Latex, die Herstellerbezeichnungen können verwirrend sein. Am Ende wird aber der Anteil von natürlichem Latex exakt angegeben. Tatsächlich bestehen reine Naturlatexmatratzen aus 100 % Naturpolymer mit maximal 5 % eingesetzten Vulkanisationsmitteln. Die Punktelastizität von Naturlatex liegt über der von synthetischem Latex, das Raumgewicht ist mit 70 bis 90 kg/m³ enorm hoch, was die Matratzen schwer macht. Diese Matratzen weisen ebenfalls einen relativ geringen Marktanteil auf, sie sind nicht ganz billig, wiederum für Reha- und Dekubitus-Patienten geeignet, warm, punktelastisch und straff. Manche Menschen mit dem Wunsch nach einem “sportlichen” Schlafgefühl wählen eine Latexmatratze. Beim Kauf sollten Verbraucher auf das vergebene Gütesiegel achten, das beispielsweise vom QUL (Qualitätsverband umweltverträglicher Latexmatratzen e.V.) oder von Öko-Tex vergeben wird. Eine Kombination aus Schaumstoff und Latex sind die Schichtlatexmatratzen, auch Visco-Latex-Matratzen gibt es. Vorteile sind

  • die gute Anpassungsfähigkeit an die Körperkonturen und den Lattenrost,
  • die absolute Geräuschfreiheit,
  • die hervorragende Punktelastizität,
  • das sehr gute Federungs- und Rückstellungsverhalten sowie
  • die gute Hygiene bei entsprechender Pflege.

Als Nachteile erweisen sich im Matratzentest

  • das hohe Gewicht,
  • die geringe Atmungsaktivität, die allerdings durch einen entsprechenden Bezug zu verbessern ist,
  • der unter Umständen entstehende Eigengeruch sowie
  • das unterschiedliche, schwer zu prognostizierende Alterungsverhalten.

Naturlatexmatratzen sind darüber hinaus teuer, werden jedoch durch ihre schmiegsame Elastizität von manchen Schläferinnen und Schläfern überaus geschätzt. Käufer müssen hier auf die Tragegriffe für ein komfortables Wenden achten.

Viskoelastische Matratzen

Diese Matratzen bestehen aus Memory Foam (Gedächtnisschaum), den einst die NASA für ihre Astronauten erfunden hat. Der Schaum gibt unter dem Druck und der Körperwärme des Schläfers nach. Das ist angenehm, aber auch teuer, weshalb der Marktanteil dieser Matratzen im einstelligen Prozentbereich verbleibt. Vielfach werden viskoelastische Matratzen mit einem Latexüberzug versehen, sodass es hier eine der vielen Kombinationsmöglichkeiten gibt, die in keine gängige Kategorie passen. Ebenso kombiniert man sie mit PUR-Kaltschaum im mehrlagigen Kern. Übrigens sei auf die verschiedenen Schreibweisen hingewiesen: Es wird ebenso oft von viskoelastischen wie von Visco-Matratzen geschrieben, beides meint selbstverständlich dieselbe Matratzenbauart. Die Matratzen sind warm und werden von den Herstellern dementsprechend mit stark klimafreundlichen Bezügen angeboten. Die Vorteile der Visco-Matratze sind

  • ihre hervorragende Anpassungsfähigkeit an die Körperkonturen und den Lattenrost,
  • die Entlastung druckempfindlicher Stellen, weshalb Visco-Matratzen gern im Reha-Bereich eingesetzt werden,
  • die absolute Geräuschfreiheit,
  • die sehr gute Punktelastizität und
  • die hohe Hygiene.

Als Nachteile werden vermerkt, dass diese Matratzen

  • relativ teuer sind,
  • durch die verzögerte Rückstellung den Schlaf beeinträchtigen können,
  • möglichererweise einen Wärmestau in Kuhlen bilden,
  • überhaupt sehr warm wirken und
  • die Feuchtigkeit eher suboptimal regulieren.

Im Matratzen Test hat sich nun herausgestellt, dass die Hersteller diese Probleme aufgreifen und mit modernen Bauarten entgegenwirken. Vor allem die Bezüge der viskoelastischen Matratzen werden heute sehr klimafreundlich konzipiert.

Boxspringbetten im Test

Wie schon weiter vorn erwähnt gehören die Boxspringbetten genau genommen nicht in einen Matratzen Test, auch wenn die Stiftung Warentest sie hierunter kategorisiert. Es handelt sich um ein Bettsystem. Der Boxspring ist eine „Kiste mit Federn“ und damit das Untergestell des gesamten Systems, die Verwechslung mit einer einzelnen Matratze lässt sich aber erklären. Ein Boxspring enthält durchaus Federn wie die einer Federkernmatratze und ist natürlich mit einer Polsterung und einem Bezug versehen, es handelt sich damit faktisch um eine Federkernmatratze im Rahmen.

Darauf liegt nun eine Matratze, die wiederum eine Federkernmatratze, aber auch eine Kaltschaum-, Latex- oder Viskosematratze sein kann. Oben liegt dann noch meist ein Topper. Der Boxspring heißt oft “Untermatratze”, sodass das gesamte System als Zwei-Matratzen-Bettsystem mit Rahmen aufgefasst werden kann. Es gibt hier eine amerikanische und eine skandinavische Variante, Letzterer wird der Topper zugeordnet, was aber nicht allzu wörtlich zu nehmen ist. Die Vor- und Nachteile sind ganz eindeutig umstritten. Als Vorteil darf gelten:

  • Boxspringbetten sind hoch und sehr komfortabel. Ein einfacher Test würde das jedem Schläfer beweisen, der einmal eine Kaltschaum- über eine Federkernmatratze legen würde. Wir unterstellen, dass die Warentester dieses Experiment selbst nicht durchgeführt, dass sie auch kein echtes Boxspringbett über längere Zeit ausprobiert haben. Einige unserer Redakteure haben jedoch bessere Zeiten gesehen, bevor sie in die Niederungen der Online-Schreiberei (= Sklaverei) hinabsteigen mussten, sie waren als Unternehmer in erstklassigen Hotels zu Gast und lagen dort länger in Boxspringbetten – es ist exzellent!
  • Nachteile sind a) der Preis und b) die oft fehlende Zonierung der oberen Matratze.

Nun fragt es sich natürlich, wer diese Betten anschafft. Ganz eindeutig zielt die Werbung auf eine etwas ältere, gut betuchte Zielgruppe, die den übergroßen Komfort schon beim Ein- und Ausstieg liebt, auch das leichtere Fernsehschauen wird als Argument genannt. Uns erscheint das fadenscheinig, wir betonen nochmals: Im Boxspringbett schläft derjenige wirklich königlich, der nicht jede Nacht über den Preis dieser Anschaffung nachdenken muss. Warentester gehören zwangsläufig nicht zu dieser Zielgruppe, sie werden ähnlich schlecht bezahlt wie Online-Autoren und haben meist nie bessere Zeiten gesehen.

Härtegrade von Matratzen

Härtegrade sind bei Matratzen weder durch eine nationale noch durch eine europäische Richtlinie normiert. Es gibt nur die folgenden Anhaltspunkte:

  • Härtegrad H1 (weich): geeignet für Personen bis 60 kg Körpergewicht
  • Härtegrad H2 (mittel): geeignet für Personen zwischen 60 – 80 kg Körpergewicht
  • Härtegrad H3 (relativ hart): geeignet für Personen bis 80 – 100 kg Körpergewicht
  • Härtegrad H4 (sehr hart): geeignet für Personen über 100 kg Körpergewicht

Im Matratzentest lässt sich nun feststellen, dass die Hersteller diesen Empfehlungen weitestgehend folgen und außerdem Härtegrade zwischen den vier Kategorien anbieten, also beispielsweise 2,5 und 3,5 für die Personen um 70 kg und 90 kg Körpergewicht. Wer jedoch online eine Matratze kauft, sollte unbedingt einen Matratzen Test studieren und außerdem Kundenbewertungen lesen. Gerade aus Letzteren lässt sich sehr viel über die wirkliche Härte einer Matratze ablesen.

Matratzentest 2014 von Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest führte ihren letzten großen Matratzen Test im Jahr 2014 durch. Sie ordnete die Matratzen in vier Kategorien ein. Hier sind die Testsieger:

ArtTestsiegerNote
SchaumstoffPanther QXSchaum­matratze2,6
LatexAllnatura Naturlatex-Matratze Supra-Comfort Allergie2,2
FederkernMusterring Ortho­matic Perfekt TT2,3
BoxspringbettMusterring Evolution2,4

Schaumstoffmatratzen

  • 1. Platz: Panther QXSchaum­matratze mit dem test-Qualitätsurteil “Befriedigend” (2,6)
  • 2. Platz: Dänisches Betten­lager / ErgoMAXX River mit dem test-Qualitätsurteil “Befriedigend” (2,8)
  • 3. Platz Dunlopillo Dynamic Perfect mit dem test-Qualitätsurteil “Befriedigend” (2,8)

Latexmatratzen

  • 1. Platz: AllnaturaNaturlatex-Matratze Supra-Comfort Allergie mit dem test-Qualitätsurteil “Gut” (2,2)
  • 2. Platz: Wasch­bär Natur­matratze Latex 1 mit dem test-Qualitätsurteil “Gut” (2,3)
  • 3. Platz: Sembella Belair Clima Natur mit Bezug Aqua mit dem test-Qualitätsurteil “Gut” (2,5)

Federkernmatratzen

  • 1. Platz: Aldi (Nord) / Novitesse Taschenfederkern­matratze mit dem test-Qualitätsurteil “Gut” (2,3)
  • 2. Platz: Aldi Süd / Dormia Taschenfederkern­matratze mit dem test-Qualitätsurteil “Gut” (2,3)
  • 3. Platz: Lidl / Mera­diso 7-Zonen-Tonnentaschen-Federkern­matratze mit dem test-Qualitätsurteil “Gut” (2,4)

Boxspringbetten

  • 1. Platz: Musterring Evolution mit dem test-Qualitätsurteil “Gut” (2,4)
  • 2. Platz: Alliance Möbel / Casada Comara Couture Chianti mit dem test-Qualitätsurteil “Befriedigend” (3,1)
  • 3. Platz: Vito Nice mit dem test-Qualitätsurteil “Befriedigend” (3,5)

Die Tester zogen ein differenziertes Fazit zu ihrem Matratzentest. Zunächst einmal konstatierten sie, dass auf die Härteangaben der Hersteller kein Verlass ist. Die Warentester ermittelten daher die Härte jeder einzelnen Matratze im Labor, um zu einem vergleichbaren Ergebnis zu gelangen und den jeweiligen Matratzen Testsieger zu ermitteln. Auch stellt die Stiftung Warentest nach ihrem eigenen Matratzentest ganz eindeutig fest, dass teure Matratzen nicht immer gut sind. Teurer = besser gilt nicht für Matratzen, so die Tester in ihrem Fazit, denn es gäbe Matratzen im deutlich vierstelligen Preisbereich, die gerade einmal “ausreichend” bewertet wurden. Das entspricht einer Schulnote 4. In diesem mittlerweile sehr bekannten und oft zitierten Matratzen Test 2014 zweifelt die Stiftung Warentest auch die Effizienz von sieben Liegezonen an, sie seien von “keinem Menschen” zu spüren. Das wagen wir allerdings anzuzweifeln. Getestet wurden Liegeeigenschaften und Halt­barkeit, der Einfluss auf Gesundheit und Umwelt, die Handhabung, die Werbung der Hersteller und die nachfolgende Deklaration der Matratze, die Liegeeigenschaften und der Einfluss von Temperatur und Feuchtig­keit sowie eine mögliche Geruchs­belästigung.

Was sollen Matratzen kosten? – Matratzen Testsieger nach Gunst der Käufer

Der Matratzentest der Stiftung Warentest ist zweifellos sehr aufschlussreich, doch man kann auch ganz andere Bewertungen vornehmen. Bei prominenten Online-Verkäufern werden Produkte auch nach ihrer Beliebtheit sortiert, was wir im Rahmen des Matratzen Test 2016 für sehr aufschlussreich halten. Gleichzeitig lassen sich hierbei gut die Preise der einzelnen Varianten miteinander vergleichen. So kosten die beliebtesten

  • Kaltschaummatratzen zwischen 65 bis 107 Euro,
  • Federkernmatratzen zwischen 119 bis 184 Euro,
  • Latexmatratzen zwischen 208 bis 240 Euro und
  • Boxspringbetten zwischen 500 bis 550 Euro.

Bei den Kaltschaum-, Federkern- und Latexmatratzen haben wir nach der Größe 90 x 200 cm, bei den Boxspringbetten nach 140 x 200 cm geschaut.

Fazit zum Matratzentest

Einen Matratzen Testsieger von Stiftung Warentest ins Auge zu fassen kann nicht ganz und gar verkehrt sein, aber die Käuferinnen und Käufer stimmen auch mit ihren Kaufentscheidungen ab. Die Matratzen Testsieger der Stiftung Warentest aus dem Matratzen Test 2014 sind unter den am meisten gekauften Matratzen erst relativ weit unten im Ranking zu finden, was unzweifelhaft auch an ihren Preisen liegt. Daraus erschließt sich für uns zweierlei: Qualität hat einen gewissen Preis, außerdem sollten Interessenten mehr als einen Matratzentest vor dieser wichtigen Kaufentscheidung studieren.